Heldensieg und Sündenfall. Die Burgunderkriege in der kollektiven Erinnerung der Eidgenossen 

Die Konfrontation zwischen Altem und Jungem Eidgenossen als Sinnbild der eidgenössischen Identitätskrise nach den Burgunderkriegen : Der alte und der junge Eidgenosse, Glasscheibe von Niklaus Manuel und Hans Funk, um 1532, Ausschnitt, Bernisches Historisches Museum, Inv.-Nr. 21643).Dienstag, 28. Mai 2024 um 19.30 Uhr 
Universität Freiburg Miséricorde (MIS), Hörsaal 3117

Der aktuelle Vortrag von Prof. em. Dr. André Holenstein, Universität Bern

 

Die Burgunderkriege sind nicht als reine Erfolgsgeschichte im kollektiven Gedächtnis der Eidgenossen haften geblieben. Vielmehr haben sich diese – auf lange Sicht – ihres Sieges nicht wirklich freuen können. Sie mussten auf die Dauer einsehen, dass ihnen mit den Kriegen Wesentliches abhandengekommen war.

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Hinweis auf den Frauenstadtrundgang des Vereins Frauen in Freiburg

Stadtrundgang Frauen, Epidemien und GesundheitFRAUEN, EPIDEMIEN UND GESUNDHEIT

Entdecken Sie die Stadt Freiburg zwischen 1430 und 1928 mit Frauen, die in jeder Epoche eine wichtige Rolle im Bereich der Gesundheit gespielt haben. Ob Krankenschwester, Nonne, Dienstmädchen, Hebamme oder auch einfache Bürgerin, sie führen Sie durch fünf historische Momente anhand von fünf Epidemien, nämlich Lepra, Pest, Pocken, Syphilis und Tuberkulose.

Genauere Angaben und die Daten zum Stadtrundgang von FRAUEN IN FREIBURG entnehmen Sie der Webseite des Vereins oder dem Flyer (PDF). 

 

 

Von saurem Wein, schlechten Ernten und kalten Sommern.

Fernwirkungen grosser tropischer Vulkanausbrüche auf Klima und Gesellschaft in der Schweiz

Der Ausbruch des Tambora 1815 führte im Jahr ohne Sommer (1816) weltweit zu einer Senkung der Durchschnittstemperatur. Eine merkbare Veränderung des Himmels konnte auch in Europa festgestellt werden. Künstler wie William Turner waren von Vulkanausbrüchen fasziniert und liessen sich in jener Zeit von den farbenfrohen Himmeln zu neuen Werken – hier das Gemälde «Ausbruch des Vesuvs» (1817) – inspirieren.  Bildnachweis: Eruption of Vesuvius (1817) von William Turner (1775-1851); Lizenz: Wikimedia Commons, Public domain, (Original: YCBA/lido-TMS-5472; Yale Center for British Art).Dienstag, 7. Mai 2024 um 19.30 Uhr 
Staatsarchiv Freiburg

Der aktuelle Vortrag von Niklaus Bartlome, MA (Doctoral candidate), Universität Bern

 

 

Im April 1815 brach auf der indonesischen Insel Sumbawa der Vulkan Tambora aus. Nicht nur lokal führte dies zu verheerenden Konsequenzen, die Auswirkungen waren bis nach Europa spürbar, wo im Folgejahr die durchschnittliche Jahrestemperatur massiv sank. Gerade in Mitteleuropa und besonders auch in der Schweiz war der Sommer 1816 viel kühler und nasser als normal. Was in die Geschichte als «ein Jahr ohne Sommer» eingehen wird, führte in der Schweiz in den Jahren 1817 und 1818 zur letzten grossen Subsistenzkrise: «Menschen grasten nun mit dem Vieh».

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Zwischen Konsolidierung und Erneuerung. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bundesverfassungen von 1874 und 1999

Im Nachgang zur Abstimmung vom 19. April 1874 wurde mit diesem «Gedenkblatt» zum Ausdruck gebracht, auf welchen Gebieten die angenommene Verfassung grundsätzliche Neuerungen bringe: Schule, anerkannte Rolle der Kirche, landesweite Verkehrswege, Vereinheitlichung des Rechts sowie Neuorganisation der Armee.  Lithographie von Josephine Schütz-Witt (1834-1886). Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv.Dienstag, 16. April 2024 um 19.30 Uhr 
Universität Freiburg Miséricorde, Saal Jäggi (Raum MIS 4112).

Der aktuelle Vortrag von Prof. em. Dr. iur. Peter Hänni, ehem. Leiter des Instituts für Föderalismus an der Universität Freiburg

 

Mitte April 2024 wird die geltende Bundesverfassung 25 Jahre alt. Sie ersetzte die Bundesverfassung von 1874, die als Totalrevision im gleichen Jahr 1999 150 Jahre alt geworden wäre. Es liegt deshalb nahe, die beiden Verfassungen miteinander zu vergleichen und aus einer gewissen zeitlichen Distanz Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Diesen Fragen geht der Staatsrechtler Prof. Peter Hänni in seinem Vortrag nach.

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Der Jubiläumsband 100 der Freiburger Geschichtsblätter ist erschienen

Umschlag des 100. Bandes der FGBDie Freiburger Geschichtsblätter für das Jahr 2023 sind erschienen und wurden den Mitgliedern des Vereins Mitte November zugestellt. Weitere Exemplare sind in der Lüthy Kanisiusbuchhandlung in Freiburg erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Geleitwort

ERNST TREMP
Leben und Sterben im Saanetal: Das Nekrolog der Abtei Humilimont / Marsens (12. bis 16. Jahrhundert

KATHRIN UTZ TREMP
Die Waldenseranhänger von Freiburg im Üchtland (1399–1430): Eine Bilanz

JEAN-PIERRE ANDEREGG
Eine steinerne Stadt? Baumaterialien in Freiburg im Üchtland seit dem Spätmittelalter

MARINO MAGGETTI
Johann Conrad Müller (1728–1785) und seine Freiburger Kantonskarte von etwa 1770

JURI AUDERSET
«… que les paysans enchaînés sont déchaînés»: Auf den Spuren von Auguste Maeder und dem Milchstreik von 1947

HERIBERT BIELMANN
Ein heimatloser Deserteur aus Böhmen als Familiengründer in Plasselb

BARBARA MILLER, SIMONE REES
Missionarische Visionen, gespiegelte Wirklichkeiten: Das Justinus-Werk und aussereuropäische Studierende in Freiburg

PATRICK MÜLHAUSER
Geschichte im Rohzustand: Freiburg aus der Sicht eines Journalisten von Radio Freiburg und Radio SRF (1996–2020)

HUBERTUS VON GEMMINGEN
Freiburg und das Office du Livre: Leuchtturm der internationalen Kunstbuch-Ko-Edition

CHRISTIAN SCHMUTZ
Müssen wir uns Sorgen machen ums Senslerdeutsche?


MISZELLEN

HUBERTUS VON GEMMINGEN
Blick in Nachbars Garten

ALEXANDRE DAFFLON
Un monument cantonal passé au scanner

GEORG MODESTIN
Freiburger Hexenprozesse im Längsschnitt: Zu einer Quellenedition

GEORG MODESTIN
Laudatio anlässlich der Verleihung eines Anerkennungspreises für die beste Maturaarbeit der Freiburger Kollegien durch den Deutschen Geschichtsforschenden Verein des Kantons Freiburg 2023

Rezensionen

Jahresbericht der Präsidentin, Vereinsjahr 2022